In den letzten Jahren haben immer wieder Mitglieder unserer
Gemeinschaften Algerien auf den Spuren von Charles de Foucauld bereist. Hier
einige Bilder von den Wirkungsstätten Bruder Karls, die dabei entstanden
sind.
| Tamanrasset |
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Es sind fast 100 Jahre
vergangen seit Charles de Foucauld in Tamanrasset gelebt hat. Er schrieb:
"Ich habe Tamanrasset gewählt, ein kleines Dorf....abseits von allen
wichtigen Zentren...ich habe diesen verlassenen Ort gewählt und lasse mich
dort nieder." Carnets de Tamanrasset 11. August
1905 Jedoch welch ein Wandel in 100 Jahren! Heute ist es eine
ansehnliche Stadt, mitten in einer großen Steinwüste, am Fuß
des Hoggar Gebirges, florierend und vom Tourismus geprägt. |
| Die Frégate, das erste Haus,
das Charles de Foucauld sich baute, liegt sehr nahe bei der Fraternität
der Kleinen Schwestern vom Heiligsten Herzen. Sie ist langgestreckt und nur
1,75 m breit, da das verwendete Material, der Reisig vor allem, für das
Dach nicht länger war. Dort hat Bruder Karl von 1905 - 1916 gelebt. |
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Die Tür liegt im
vorderen Teil des Hauses, da Bruder Karl im Lauf der Zeit ein "Zimmer" anbaute
und so den Grundriss verlängerte. |
| Blick von der Eingangstür nach
links zur Kapelle |
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Kapelle mit
Tabernakel |
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| Assekrem im
Hoggargebirge |
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Um den Tuareg, die ihre
Herden in den Bergen weiden, auch da näher zu sein und auch um seine
Sprachstudien intensiver betreiben zu könnnen, läßt Bruder Karl
eine Einsiedelei auf dem Assekrem bauen. |
| Über Sand und Schotterpisten
fährt man Richtung Assekrem, dem höchsten Berg des Hoggars mit 2780
m, durch eine schier endlose Wüste aus Sand, Lava und Stein. Immer wieder
wechselt das Panorama von Schotterflächen zu aufgetürmten Haufen von
Riesenfindlingen, von erkalteten Lavaflüssen zu erodierenden Vulkankernen
und überall sind Spuren von Wasser zu entdecken. Man erkennt Flussbetten
von reißenden Gebirgsbächen, breiten Flüssen und sanften
Rinnsalen, doch kein Wasser. |
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Schon von weitem kann man
die kleine Einsiedelei Bruder Karls auf der Bergkuppe erkennen. Doch die Piste,
die oft nicht breiter ist als zwei Autos nebeneinander, schlängelt sich im
Tal am Assekrem entlang und verliert sich irgendwo in weiter Ferne. Zum Gipfel
führt nur ein kleiner, schmaler Trampelpfad. |
Foucauld schreibt im Juli
1911: Die Einsiedelei liegt auf einer Hochebene in mehr als 2600m Höhe.
Jedesmal, wenn ich das Fenster oder die Tür öffne, bewundere ich die
Felsspitzen, die ringsum unter mir liegen. |
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Am 7.Juli 1911 feiert
Bruder Karl die erste heilige Messe in der Kapelle der Einsiedelei. Auch
heute noch feiern die Kleinen Brüder Jesu, die auf dem Assekrem eine
Fraternität haben, dort täglich mit den gerade anwesenden Pilgern und
Touristen die Eucharistie. |
In einem Brief an Marie de Bondy
schreibt Charles de Foucauld: Die Aussicht übertrifft in ihrer
Schönheit alle Worte und Vorstellungen. Nichts vermag den Zauber dieses
'Waldes' von Felsspitzen und -nadeln, den man zu seinen Füßen hat,
zu beschreiben. Welch ein Wunder! ... |
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... Es fällt mir
schwer, meinen Blick von diesem wunderbaren Schauspiel zu lösen, dessen
Schönheit und unendliche Eindringlichkeit die Nähe des Schöpfers
verkündet. Gleichzeitig läßt die Einsamkeit und Wildnis des
Ortes spüren, wie allein man mit Ihm ist und wie sehr man nur einen
kleinen Tropfen im Ozean bildet... |
| Auf dem Plateuau wurden in einigem
Abstand zur Einsiedelei Bruder Karls wurden einige kleine
Rückzugseremitagen mit Schlafraum und Kapelle gebaut, um Mitgliedern der
geistlichen Familie Gelegenheit zu einem längeren Aufenthalt auf dem
Assekrem zu geben |
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Blick in die kleine
Kapelle |
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| Tamanrasset |
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Im Jahr 1916 baut Charles
de Foucauld das Bordj. Am 23. Juni schreibt er an seine Cousine Marie de
Bondy: Ich habe eine kleine Befestigung gebaut mit einem Brunnen im Inneren,
die der Bevölkerung im Falle eines Angriffs als Fluchtort dienen
kann. |
| Der Bordj, wo Charles de Foucauld die
letzten 5 Monate gelebt hat und erschossen wurde, beeindruckt sehr durch seine
große Anlage und seine Höhe. Man kann im Innenhof die Treppen
hochsteigen und hat eine gute Aussicht über die ganze Stadt und Umgebung!
Wie sehr hat sich diese Umgebung seit Bruder Karls Tod verändert! Wenn
früher der Bordj die ganze Wüstenebene beherrschte, so ist er heute
ein Gebäude unter vielen anderen und mit Mauern umgeben. |
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Um den Innenhof herum
ziehen sich die einzelnen Räumlichkeiten, die Küche, die
Vorratsräume und die Kapelle |
In einem der Räume ist ein
kleines Museum mit Fotos und Erinnerungsstücken an Bruder Karl: Ein
Foto vom Anfang des Jahrhunderts vom ersten Baum in Tamarasset |
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Dieser Baum steht heute
noch ummauert auf einem zentralen Platz in der Stadt, in Sichtweite des
Bordj |
| Ausgestellt ist auch ein Band des
handgeschriebenen Wörterbuchs Tuareg - Französisch ... |
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... und die
Originaltür des Bordj, die Charles de Foucauld eingebaut hatte. |
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| El Golea |
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Als in den Jahren nach
dem Tod Charles de Foucaulds kaum mehr Christen in Tamanrasset waren, wurden
seine Gebeine nach El Golea in den damaligen Bischofssitz überführt,
wo er auch heute noch begraben liegt. |
| Sarkophag von Bruder Karl |
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Verzierung auf dem Deckel
des Sarkophags |
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